Gestern gabs einen weiteren hochsommerlichen Abend. Es gab Abendessen in der Plicht, mit gekühltem Weisswein und gerade als wir kurz gesessen sind, hört man jemanden rufen. Nur kurz, dann nix mehr. Auf der SISU, so erfuhren wir nachher, ham se einen Rumpler gehört. Danach hörten SISUs erstmal nix, bisschen später immer wieder Gestöhne. Auf Zurufe erfolgte keine Reaktion.
Auf der Silencio hörten wir davon nix - bis Brigitte bei uns anrief, ob Christian mal mit dem Schlauchboot hinfahren und nachschauen könne. Anruf bei uns, weil unser Schlauchboot ausnahmsweise mal im Wasser lag - mach mer sonst nie.
Cheffe also los, ausgerüstet mit Stirnlampe ...
... unser Nachbar Andreas folgte, ebenfalls mit dem Schlauchboot.
- Ort des Geschehens: Claassee Hütte Nr. 18
- Uhrzeit des Geschehens: 20.15 Uhr
Für die nächsten 1,5 Stunden blieben Cheffe samt Andreas verschollen in/hinter/bei der Hütte Nr.18. Auf der Silencio hörte ich nur immer wieder Stimmen, auch mal laut - Brigitte von der SISU telefonierte irgendwann und rief die Wasserschutzpolizei zu Hilfe. Dauerte allerdings, bis die Waschpo im Claassee ankam. Nachts können die halt auch nicht einfach durch die Gegend brettern. Aber immerhin kam die Waschpo hier an, dann dauerte es noch ne Weile, die Waschpo fuhr wieder ab, Cheffe und Andreas kamen zurück.
Was war denn passiert??
Der Rumpler kam vom Bewohner der Hütte Nr. 18. Und zwar, weil dieser sturzbesoffen ins Wasser gefallen war ... und alleine nicht mehr aus dem Wasser kam. Nicht mal zu einem eindeutigen Hilferuf war er imstande. Mit Müh und Not konnten Andreas und Cheffe den durchnässten, ca. dreipromilligen und um die 100 Kilo schweren Kerl aus dem Wasser ziehen und erstmal zwischenlagern. Ein Zugang zum Hütteninneren und zum Land war nicht möglich, drum brauchten sie die Waschpo mit Boot, zudem noch die Sanitäter. Mister Nr.18 war ordentlich im Schock, und wurde bis zum Eintreffen der Waschpo von unseren "Bootsmännern" gut betreut.
Kurz vor 22 Uhr übernahm die Waschpo - immerhin brauchte es 4 starke Leute, um die Nr. 18 ins grosse Schlauchboot der Waschpo zu befördern.
Vorn in der Marina sollten die Sanitäter übernehmen, dauerte aber lange, bis die kamen. Rechlin ist halt schon nicht soo zügig zu erreichen. Wie man Nr. 18 aus dem Schlauchboot rausbekam bleibt ein Geheimnis, zur Not häts in der Marina ja nen Kran gegeben.
Um 23 Uhr kam dann noch wie vereinbart die Waschpo zu uns längsseits ans Schiff, um die Personalien der Beteiligten aufzunehmen. Die Beamten super nett, super locker drauf, dickes Lob für die Helfer, alles richtig gemacht und Ruhe bewahrt!
Und jetzt - alle Mann ins Bett!
Heute morgen lassen wir alles sehr gemütlich angehen. Frühstück bei noch angenehmer Temperatur in der Plicht. Die Hoffnung auf den Skyrbecher bleibt unerfüllt. Skyr gibbet heute nicht. Bei Cheffe gibts erst Schinken mit Ei und dann ein Honigbrot. Jack schaut, als würde er auch DAS alles gerne nehmen.
Jack setzt seinen aller hypnotischsten Blick ein ... und Cheffe seinen unerbittlichsten Blick auf!
Tja Jack, da geht nix, dafür mach ICH mit dir eine Runde am Müritzweg, mit Wasserspaß.
Anker fällt und dann ... ab ins Wasser! Gute Nacht
Fazit des Tages:
- In Hütte Nummero Eins Acht,
- machts platsch, es war schon dunkel, ja fast Nacht.
- Wär man nicht aufmerksam und hilfsbereit gewesen,
wär Nr. 18 glatt ersoffen ...
- da fress ich nen Besen!
Links unten: Funny HAHA - könnt ihr glatt vergessen!!!

























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