Die Seenotretter

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Freitag, 4. Oktober 2024

176.Tempelhof Hafen bis ...

Heute gehts also weiter. Damit Florian nochmal die Havel fahren kann, haben wir ein bisschen umgeplant. Es soll heute schon nach Havelbaude gehen, morgen dann bis Burgwall, Sonntag bis Fürstenberg, Montag dann in Fürstenberg zum Bahnhof. Perfekt!

Los gehts also um 9. Die Hafenmeister winken fröhlich hinterher. Sieht aufm Bild nich so aus, is aber so!

An der Hafenausfahrt melden wir uns über Funk - dann weiß jeder, dass wer kommt und wir den Teltowkanal zu Tal fahren. Auch im AIS hat Cheffe gecheckt ob wer kommt - kommt aber Keiner!

An der Ausfahrt nochmal das Industriedenkmal Lagerhaus bei Tag.


Wir schippern durch den Teltowkanal ... frohgemut - NOCH!





So gegen 10 ruft Cheffe mal in Havelbaude an, um nen Liegeplatz zu reservieren. Vorher geht eh keiner ans Telefon. Cheffe hat diesmal wieder den üblichen unfreundlichen Hafenmeister an der Strippe. Letztes Mal war Vertretung da - DER war nett!! Aber gut - es is wie es is - und es kommt noch dicker! 
1. Reservierung? Macht der Hafenmeister nicht!
2. Die Oder Havel Wasserstrasse direkt hinter Hennigsdorf ist seit HEUTE gesperrt - Tutti kompletti, und für alle! Wegen Havarie! Das kann alles mögliche sein - laut Hafenmeister wäre ein Schiff gesunken. Nach Havelbaude kommen wir jedenfalls erstmal NICHT! Die ELWIS-Meldung war nach Blick in den Mail-Eingang auch schon da.


Havarie

SO! Wat nu??
Es gibt mehrere Überlegungen:
1: Gleich nach Hennigsdorf fahren.
2: In die Scharfe Lanke fahren, da wollten wir eh tanken (den guten HVO100).
3: Doch wie erst geplant an die Liegestelle Potsdam /Cecilienhof fahren.
4: Von wo aus kann Florian am Besten seinen Zug ab Berlin erreichen!?!?

Bevor noch weitere Überlegungen gestartet werden können, ist jetzt die Situation zu handeln:
EIN Fahrgastschiff im Gegenverkehr, ZWEI deutlich schneller als erlaubt von hinten! DAS immerhin klappt, weil die Fahrgastschiffe dann natürlich vor Babelsberg und der Glienicker Brücke rumdümpeln. Als ob da noch ein Agent daher käme fürs Foto!?!?





Babelsberg mit Glienicker Brücke




Blick nach Potsdam


Also, das Ende vom Lied - wir legen in Potsdam / Cecilienhof an, bleiben da auch morgen noch, fahren dann weiter zur Scharfen Lanke ... tanken und dann bis Ende der Havarie bleiben - gebucht Sonntag bis Mittwoch. Mit 200 Euronen sind wir dabei!

Mittags legen wir an, kurz drauf, ratzfatz, alle Liegeplätze belegt! Hundesausi - die geplante Grillaction wird wegen Regens in ein Pfannengericht umgeändert - schmeckt trotzdem wunderbar!

Der zum "Grillen" gereichte Wein tut ein Übriges, um die Planänderungen des heutigen Tages zu verdauen. Ich muss sagen, ich war ein wenig genervt - nach m'Wein gehts!


Fazit des Tages:

- Hab ichs schon mal gesagt, ich weiß es nicht,

- kein Weintrinken hilft ja auch gar nie nicht nicht!

- Nu hängen wir halt länger fest,

- und gebn dem Weinkeller den Rest!



Donnerstag, 3. Oktober 2024

175. Tempelhofer Hafen

Diesen Vormittag verbringe ich mit Wärmflasche im Bett. Meistens schlafe ich - immerhin sind die Halsschmerzen weg.

Cheffe macht paar Fotos im Hafen.





Das Ullsteinhaus


Außerdem kümmert sich Cheffe auch um Jack, Florian um die Frühstücksbrötchen. Die Bäckerei hat leider geschlossen - Tag der Deutschen Einheit - da hat hier so gut wie nix geöffnet.

Weil Kochen für mich heute auch ausfällt, schaut Cheffe sich beim Hundegassi nach nem Lokal um, das auch geöffnet hat. Wirklich gar nicht so leicht. Aber, er wird fündig! Am späten Nachmittag gehn wir zum Chinesen. Sehr lecker und sehr freundlich! Und immerhin befinde ich mich wieder in der Senkrechten!

Abends kann ich dann sogar noch die beleuchtete Marina bewundern. Da hatte ich gestern gar nix von.

Ullsteinhaus bei Nacht




Industriedenkmal Lagerhaus mit Lastkränen, direkt an unserem Liegeplatz - oder umgekehrt. Nachts mit laufend wechselnder Beleuchtung.















Schon schön hier im Hafen am Teltowkanal - und von den belebten Hauptstrassen direkt oberhalb des Hafens bekommt man rein gar nix mit. Null Verkehrslärm!


Fazit des Tages:

- Am Tag der Einheit, Einkauf tabu,

- alle Läden haben zu.

- Sonst gäbs bei Halsweh ja ein Mittel,

- nicht von den Herrn im weißen Kittel.

- Hilft garantiert und immer wieder,

- bei Halsweh und wenn schmerzen deine Glieder.

Das Rezept:

Gehe in die Stadt und kaufe dir was gegen Halsschmerzen - Schuhe ... oder Handtaschen ... oder so!




174. Liegestelle Kummersdorf bis Wildau / Villa am See oder denkste!

Der Tag bietet verschiedene Regenvarianten - Regenpausen gibts nur wenige.

Ich starte wieder mit Halsschmerzen und fühl mich gar nicht gut. Aber, es wird keine lange Etappe und wir haben nur eine Schleuse - schaff ich schon.

Immerhin rumpelts heut nicht unterm Schiff, während wir durch die Kanäle fahren.







Silberreiher


Fakereiher

Bis zur Villa am See fahren wir gute 3 Stunden und dann ist der eigentlich für uns reservierte Liegeplatz BELEGT. Cheffe versucht zu telefonieren, es geht aber auch nach mehreren Versuchen kein Hafenmeister dran. Und nu? Umplanen! Mit der geplanten Runde über Müggelsee und Müggelspree wärens jetzt nochmal 5 Stunden. DAS war für den nächsten Tag geplant. Können wir aber auch auslassen und gleich übern Teltowkanal zum Hafen Tempelhof fahren. Das ist nicht so weit ... ich bin eh schon bedient! Also, entschieden isses, Cheffe ruft im Hafen Tempelhof an, ob wir auch schon nen Tag früher als angemeldet kommen dürfen - Passt!

Kurz nach 15 Uhr sind wir im Hafen Tempelhof und steuern unseren Platz an. Mal rückwärts anlegen - hatten wir schon lange nicht mehr, klappt prima!

Schnelles Mittagessen - Spaghetti mit Bärlauchpesto - dann hab ich fertig. Für den Rest des Tages hau ich mich in meine Koje!


Fazit des Tages:

- Husten, Schnupfen, Heiserkeit,

Ab in die Koje ...

- keine Sprechstunde mehr heut.



Dienstag, 1. Oktober 2024

173. Bad Saarow bis Liegestelle Kummersdorf

Meine Nacht war eher suboptimal. Halsschmerzen - so dass ich nicht besonders gut schlafen konnte. Bleibt auch den ganzen Tag so. 

Schöne Morgenstimmung hats - NOCH - grade setzt der Nieselregen ein.



Die Jugendherberge neben uns wird angestrahlt.

Hinter der Jugendherberge liegt ein Fahrgastschiff, da ist schon Putzbetrieb. Drum gibt Cheffe 3x Signal beim Ablegen. Schon hupft die Kapitänöse ausm Fahrgastschiff und fragt, wo wir hinfahren und kündigt an, dass sie in ner halben Stunde ablegt und uns hinterherfährt. Oooookay, wär das auch schon mal geklärt. 

Wir fahren voraus und durch die erste Schleuse Windisch Rietz und legen danach im Schleusenwartebereich an, um das Fahrgastschiff vorbei zu lassen. DAS allerdings funkt uns an, als es in der Schleuse steht und fragt an, ob wir doch lieber vorausfahren und sie auf dem Storkower See vorbei lassen. Dann müsste sie sich nicht so vorbeiquetschen - es geht schon eng zu hier überall. So machen wirs, und eng gehts hier nicht nur in der Breite zu, auch die Tiefe is solala. 0,0 - Minus 0,0 - Minus 0,2 - und dauernd scheppert irgendwas unterm Schiff ... bei garantierter Tauchtiefe von 1,40. Sehr nerviges Geräusch!!

Fahrgastschiff vorbei, nächste Schleuse heißts dann warten, aber hier geht eigentlich alles sehr zügig. Egal ob Selbstbedienungsschleuse oder bedient durch Schleusenwärter. An einer Schleuse sind wir sogar mal 2 Schiffe UND noch ne Garage im Gegenverkehr. Später noch ne Garage und ein Segler, ah ja, und ein Affenfelsen. Sonst nix den ganzen Tag. 

Was heißt eigentlich Selbstbedienung an der Schleuse?? Wasser selber eingießen für bergauf??

Übrigens schüttets heut zumindest in der ersten Schleuse ordentlich. Die Jacken hängen dann zum Trocknen im Bad, die Mütze überm Teelicht ... NICHT beheizt.

Nach unserer dritten Schleuse heute legen wir an - öffentlicher Anleger in Kummersdorf. Da gibts sonst gar nix - wunderbar!



Schon idyllisch, oder? ICH verbring den Nachmittag in meiner Koje - fühl mich nicht so wohl. Florian pennt im Salon, Cheffe plant den Rest der Tour.


Fazit des Tages:

- Es kratzt der Hals, aber s'flutscht der Wein,

- kein Alkohol, kann ja schließlich keine Lösung sein!

ODER?