Die Seenotretter

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Freitag, 29. März 2024

5. Fauler Tag

Sonnenaufgang im Halbschlaf kurz guggen ...

Decke übern Kopf ... heute - Ausschlafen! DAS ist allerdings leichter gesagt als getan, denn, die Buben sind auch schon wach und olbern rum.

"Halloooo - jetzt is mal Ruhe hier!!"

"Was is los?"


"Komm Brandy, da geht noch ne Runde olbern. Die Cheffin meint das doch nicht ernst!"

"Oh doch - Ruhe jetzt!"

"Tatsache! Nu hat sichs ausgeolbert!"


Hach, diese Ruhe wieder, da kann ich jetzt noch bis kurz vor Neune weiterschlummern und muss nicht mit den Hühnern aufstehn.


Gemütlich frühstücken wir - heute Toast, Schinken, Ei ... apropos Schinken ... "Ist denn noch bissschen Schinken übrig??"



"Was ne Enttäuschung - die geben nix!!"


Aber als Entschädigung gibts ein schönes Strandsausi. Okay, da saust der Jack grad nicht ...



Da is was los am Strand und nicht nur da. Es ist schon jede Menge Charterbetrieb und natürlich fahren sie auch bei doch ordentlich Wind raus auf die Müritz. Einweisungsfahrten heute - jede Menge. Im Feriendorf Hochbetrieb. So viel haben wir hier an Ostern noch nie erlebt, vielleicht doch Kurzentschlossene, denn die Wetterprognose über Ostern ist ja schon fast sommerlich.

Nach restlichen Aufräumarbeiten im Schiff meinerseits, verschlaf ich fast den ganzen Nachmittag. Die Arbeit der letzten Tag haut doch ganz schön rein. Aber ab jetzt wird nur noch gechilled.


Fazit des Tages - oder die Frage: Wem gehört das Schmusekissen!?

- Captain Jack meint, s'wäre seins,


Der Brändlinger sagt: Nö, is MEINS!


- Jetzt schlafen sie - auch ohne Kissen,
- und scheinen gar nix zu vermissen.




Donnerstag, 28. März 2024

4. Viel zu tun!

5 Uhr früh - in Ludorf direkt vor unserem Fenster randaliert eine Amsel. Sie trällert ja wirklich schön, aber muss es denn ausgerechnet so früh sein? Nach guten 5 Minuten hat die Amsel ein Einsehen und sucht sich ein anderes Opfer, das geweckt werden muss.

Wir wohnen übrigens im Storchenzimmer und können direkt auf das Storchennest guggen. Leider noch unbewohnt. Herr Storch war schon da und hat das Nest inspiziert, mal schaun ob er wieder dort einziehen mag. Die Gemeindearbeiter haben nämlich das Nest drastisch verkleinert und gereinigt. Um die Hütte wieder in Schuss zu bringen bis die Holde im Anflug ist, muss Herr Storch ne Menge Arbeit investieren. Ich bin gespannt, ob das runderneuerte Nest angenommen wird. 

Ich mach jetzt jedenfalls einen herrlichen Morgenspaziergang im Schlosspark. Die Tür, die direkt in den Schlosspark führt, ist schon für mich geöffnet.





Brandy? Wo bist du? Und vor Allem was machst du?


"Hi-iiier! Muss mich nur kurz in einem Dreckhaufen wälzen!"


Brandy - du bist eine alte Wutz! Zum Glück hast du zum Wälzen nix Gschtinkertes gefunden!! 
Das Wälzprogramm ist heute harmlos ausgefallen, richtig platziert, so dass man den Dreck nicht sieht, macht er in den Blümchen trotzdem eine gut Figur.



Hier täts zur Ludorfer Marina gehn ...


... so weit lauf ich aber jetzt nicht. Hab schließlich ein volles Programm heute.

Noch schnell den Jack in den Glockenblumen, äh Buschwindröschen, ablichtem ...



... dann gehts zum Frühstück. 
Krantermin ist um 9 - Viertel vor sind wir da, da steht die Madame schon fix und fertig zur Wasserung am Kran. Kann also gleich losgehn.



Unter großer Bewunderung wird die Silencio zu Wasser gelassen!


Per Hand treideln wir das Schiff aus dem Kranbecken nach hinten an den Steg - you know - Zündschloss muss erneuert werden. Jo - Zündschlosss neu, alles beim Alten ... man kann den Motor anlassen, aber nicht mehr ausmachen. Zum Glück haben wir im Motorraum einen "Notausschalter". Unser Motorentechniker wird sich mal bei Volvo Penta schlau machen, vielleicht haben die ne gute Idee, was da los ist. Wenn nicht? - dann ist guter Rat teuer - ne Reparatur möglicherweise noch teurer. 
Apropos Reparatur ... die Akkus vom Bugstrahlruder tun nix mehr. Und die wurden im letzten Winter erneuert. Kann eigentlich nicht sein, dass die schon wieder alle sind. Da liegt auch was im Argen. Aber mei ... Irgendwas is immer!
Beim  Ablegen dann hilft uns netterweise der Wind. Es pustet ordentlich von Steuerbord, Leinen los und schon schiebts uns weg vom Steg. Praktisch, so ein Wind! An unseren Steg 4 fahren wir noch nicht, wir legen gleich am Entsorgungssteg an, da kann Cheffe nämlich mit dem Auto ranfahren, das macht die Schiffsbeladung um Einiges bequemer.



Die Buben müssen sehr geduldig sein, und das sind sie. Mittags um 12 ist der ganze Kram im Schiff, dann kriegen sie ihr Sausi und schon müssen sie wieder im Kennel warten, bis wenigstens ein bisschen Platz in der Silencio geschaffen ist.



Mit knackigem Wind fahren wir gegen 15 Uhr an unseren Liegeplatz und legen zackig mit Rückenwind an. Alles chic - weiter gehts mit der Einräumerei. Nach weiteren 3 Stunden bin ich ziemlich geplättet, Meine Rettung - ein Abendessen im Captains Inn. Ich esse sehr leckeren Zander auf Blattspinat.
Danach mach ich im Schiff nur noch so viel, dass wir gemütlich ein Glaserl Wein trinken können, ach ich glaub, eher Zwei ... mindestens!


Fazit des Tages:

- Lies man zuhaus die Kisten Wein,
bräuchts kein Mercedes Bus
- es könnt dann auch ein Fiat Panda sein.

- DAS rät ein Blogleser uns hier,
er hat gut reden
- ich glaub er trinkt kein Wein, nur Bier!

P.S. Danke Kalle fürs Fazit - heute nur geklaut quasi!!




Mittwoch, 27. März 2024

3. All inclusive: Von Drama bis lustig!

Wann der Wecker heute klingelt wisst ihr ja von gestern. Auf jeden Fall hat noch nicht mal die Amsel eine Chance, mich mit ihrem üblichen Morgengesang zu wecken. Wahrscheinlich kuschelt sie sich erst recht gemütlich in ihr Nest - DIE hats gut!

Bei Vollmondstimmung starten wir - es ist kurz nach 5 Uhr.


In der Holledau hat der Mond schon für die Sonne Platz gemacht.

Und kurze Zeit später fahren wir den Rastplatz Köschinger Forst an für unser Frühstück und fürs Hundefrühstück samt Hundesausi. An diesem Rastplatz gibts nämlich einen prima Hundeauslaufplatz. Eingezäunt und immer sauber.

Gut gestärkt geht die Fahrt weiter. Wir haben schon gut die Hälfte der Strecke geschafft, da klingelt das Telefon - unser Werksmeister ist am Apparat. Houston, wir haben ein Problem. Die gute Nachricht ist, der Motor läuft, die schlechte Nachricht ist, man kann ihn nicht mehr ausmachen. Das Zündschloss ist hin. Na dann hoff mer mal, dass bald ein Neues geliefert werden kann, Herr Brandes kümmert sich.

Bei Leipzig dann, Schkeuditzer Kreuz, Unfall auf der Gegenfahrbahn. Ein einziges Chaos dort, Rettungskräfte soviel das Umland hergibt, zig Hubschrauber stehen schon bereit ... ihr habts bestimmt in den Nachrichten mitbekommen, ein Flixbus ist von der Fahrbahn abgekommen und umgekippt.

WIR haben grade noch das Glück, auf unserer Seite durchzukommen. Wegen der Bergungs- und Rettungsarbeiten wird die A9 kurz hinter uns auch noch in der Berliner Richtung komplett gesperrt. 

Für uns läufts sonst sehr gut weiter, Staus gibts immer wieder, aber nur in der Gegenrichtung, Mittagspause mit Hundesausi gibts im Wald bei Dessau - wir kommen am frühen Nachmittag in Rechlin an. Erstmal wird die Marina angesteuert - und da steht sie schon die Madame, mit neuem Unterwasserschiff-Anstrich. Antifouling mußte nach 5 Jahren wieder aufgefrischt werden.

Während Cheffe am Schiff, am Kran, am Steg, halt überall, nach dem Rechten schaut, lüfte ich die Buben. Den Brandy kurz, der läuft nicht ganz rund, mit Jack gehts ans Müritzufer. Da schmeisst sich der Captain zuallererst ins Wasser. Überhaupt ist er nach der langen Fahrt ein bisschen durchgeknallt.




"Ich und durchgeknallt - FRECHHEIT!!"

Schön isses hier, bisschen Sonne, kein Wind, angenehm warm!


Nächstes Ziel - Gutshaus Ludorf für eine Nacht, morgen wird gekrant.






NOCH ein Hundesausi gibts im Gutshauspark. Was sehen die werten Herrschaften?


Mich! Okay, fake news!


Aber einen wunderschönen Park sehen sie allemal!






Die Buben ham für heute fertig, WIR gehen jetzt essen. Schmeckt wunderbar, und wir haben sehr gelacht! Denn ... wir haben unseren Lieblingstisch, der befindet sich direkt am Tresen. DAS is schon mal gut! Aber der Lacher ist die Schwingtür zur Küche. Geht jemand in die Küche, ist alles paletti, geht die Türe langsam zu, macht sie seltsame Geräusche. Wie soll ich das beschreiben ... es klingt, als wäre jemand sehr entspannt und würde ganz genüsslich einen ziehen lassen. Ich sag euch, die Türe war sehr frequentiert!


Fazit des Tages:

- Im Gasthaus furzte sehr die Tür, 
- der Ober ... DER konnt nix dafür!