Moin - die Nacht war frisch hier in Burgwall. Ich hab mir noch ne zweite Decke geholt... und DAS im JULI! Auch in der Früh isses ziemlich frisch, trotzdem sind wir wieder die Ersten, die ablegen in Burgwall.
Eine knappe Stunde brauchen wir bis zur ersten Schleuse - Schorfheide. Es hat eine Wahnsinnsstimmung mit Frühnebel. Wunderschön finde ich. Glattes Wasser, Nebelschwaden, nichts außer Vogelgezwitscher. Ich liebe es!! Drum gibts viele Bilder.
Wollt ihr auch mal durch den Nebel gondeln?
Und Bitte!!
An der Schleuse Schorfheide geht alles zackzack ... nächste Schleuse Zaaren auch. Zaaren ist die sprechende Schleuse. "Schleusenanfrage wurde angenommen. Achtung Tore schließen. Weiterschleusung wird vorbereitet." Bei der ersten Schleusung in Zaaren, da bin ich vielleicht erschrocken. Denn meist sitz ich am Bedienhebel und somit direkt am Lautsprecher. Cheffe steht ja in der Plicht und hört nur jemanden plappern. Da hat er gleich gerufen: "WAS will DIE?"
Heute ist die Dame zumindest bei der Bedienung ruhig, nur in der Schleuse plapperts.
Es folgt Regow - Ziegenkäserei wie immer geschlossen zu unseren Fahrzeiten. Das ist wirklich schade, denn hier gibt es den besten Ziegenkäse aller Zeiten! Aber - es sind nur die Ziegen zu sehen.
Auch in Regow alles ruhig, wir sind immer noch allein unterwegs.

Bei der Schleusenausfahrt meint Cheffe, er wär gespannt, wann wir mal einem Schiff begegnen ... dauert nicht lange, dann kommt ne ganze Schleusenfuhre daher. 5 Schiffe im Konvoi. Man muss echt aufpassen, was man so denkt! Die Boote hat die Schleuse Bredereiche ausgespuckt, und hier wird auch unser Superschleusenflow ausgebremst. Nicht dass viel Betrieb wäre, nee, technische Probleme. Bedienung durch Personal vom WSA. Die Schleuse kommt zwar zügig nach unten, das Tor bleibt aber ZU! Man sieht nur die Beine des Schleusenpersonals hin und her über die Brücke flitzen. Während der Wartezeit ham die über die Brücke bestimmt einige Kilometer gelatscht. Cheffe fragt nach, wie lange wir mit Wartezeit rechnen müssen. Hats gleich, meint der Schleusenwärter ... vor ihm liegt aber noch ein zerlegter Motor. Ob der fürs Schleusentor is? Man weiß es nicht! Jedenfalls kommt Cheffe zurück. Die Ampel schaltet von Doppelrot auf Einmalrot, man hört das typische Schleusengeräusch, wenn sich was am Tor tut ... is aber gleich wieder weg das Geräusch ... UND wieder Doppelrot. HAHA! Schbässle gmacht! Nach ner guten halben Stunde kriegen wir tatsächlich ein offenes Tor und GRÜN. Im Oberwasser hats Stau ... für uns freie Fahrt.
Sitzplätzchen an der Havel bei Bredereiche.
Mittlerweile legt der Wind immer mehr zu. Wir wollen ja im Röblinsee in die Ankerbucht. Nicht sonderlich gemütlich bei 5 - 6 BFT. Meine Idee, gleich im Stolpsee in der Marina zu bleiben findet volle Zustimmung. Nur beim Bootshaus, da sind wir meistens, wird das nix. Bei Süd bis Südwest liegt man da gar nicht kommod. Aber es gibt ja noch ne Alternative, Marina an der Schleuse. Die geht bei dem derzeitigen Wasserstand prima UND man liegt sehr windgeschützt. Platz hats, als wir um 11 Uhr ankommen. 3 Plätze frei - halb 12 is dann alles belegt. Glück gehabt ... wiedermal!
Wir starten auch gleich durch. Es geht in die Himmelpforter Chocolaterie. Die haben himmlische hausgemachte Pralinen. Nebenan im Café Hasenheide nehmen wir einen Cappuccino ... ENDLICH Urlaub!!
Zurück in den Ort gehen wir am Ufer des Haussees - da kann Jack rumdüsen.
Geschäft kann auch erledigt werden, mit Anleitung für den Besitzer.
Am Ende kommt man beim Kloster raus - und da ist ab heute mords was los. Bis Sonntag Party und Mittelaltermarkt. An einem Zelt kauf ich mir Ohrringe und man kommt ins Reden ... wo wir denn herkommen, ah Bootsfahrer, usw. und SIE erzählt uns, dass sie hier auch Musik macht bis Sonntag. "Darf ich euch ein Lied singen? Ein Ostseelied!" Aber logisch! Wir nehmen auf einer Bank Platz und bekommen quasi ein Privatkonzert, die Chose hier geht ja eigentlich erst um 16 Uhr los. Andächtig lauschen wir - besonders Jack. Es gibt natürlich Applaus und nicht nur von uns, denn mittlerweile hören ja schon mehrere Leute zu.
Dann isses eh Zeit fürs Mittagessen. Wir wollen zum Fischer. Ich probiere heute mal was aus, was ich noch NIE hatte. Flusskrebse vom Stolpsee. Den Kellner frag ich beim Servieren, ob ich ne Anleitung kriegen kann und er zeigts mir bereitwillig. Erst kämpf ich ja bisschen mit den Tierchen, aber dann flutschts immer besser. Schmeckt sehr lecker!
Nachmittags hält Cheffe ein Schläfchen, ich sitz am PC für den Blog, draußen weht es mächtig ... heißt, weil wir ja im Schleusenzufahrtsbereich liegen ... KINO, Garagenkino! Für den Wind sind diese Garagen ein gefundenes Fressen!
Ja nu - nu war Fussball ... super gespielt und leider nicht gewonnen! Thats life und trotzdem sehr schade!
Fazit des Tages:
- Deutschland hatte heute Pech,
- 2 : 1, nu sin se wech.
- Ab jetzt bin ich ein schweizer Fan,
- Beamts morgen weg the Englishmen!
Schleusen: 4
Bisher: 70 = 74
Yy
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